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Anzeige Hotels Travel 24. April 2019

Places We Love: Die Seezeitlodge am Bostalsee

„Natur Natur sein lassen“ und die „Renaturierung der Landschaft“ ist das Motto des jüngsten Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Ich befinde mich auf dem Rundweg um den Bostalsee. Die Sonne scheint, ein paar Wolken am Himmel deuten jedoch an, dass es heute noch regnen wird. Vermutlich frühere Forstplantagen, die ich am Wegesrand wahrnehme, werden langsam von der Wildnis zurückerobert.

© Günter Standl

Und irgendwo versteckt sich bestimmt eine große Wildkatze, denke ich. Schließlich ist der Nationalpark für die größte Wildkatzenpopulation Deutschlands bekannt. In der Ferne, wenn ich mich nicht getäuscht habe, sehe ich Schwarzstörche beim Nisten. Der Duft trockener Fichtenbäume liegt in der Luft. Fast schon kitschig wirkt der Rundweg auf mich, den ich an diesem Vormittag fast für mich allein habe. Immer wieder komme ich an umgestürzten Bäumen vorbei, Äste liegen herum. „Natur Natur sein lassen“, wie es so schön heißt.

Nach etwa eineinhalb Stunden habe ich den See umrundet, der übrigens Ende der 70er Jahre aufgestaut wurde, um den Tourismus im Nordosten des Saarlandes zu beleben. Heute gilt er als das Zugpferd der ganzen Region und ist unweit der Grenze zu Rheinland-Pfalz der größte Freizeitsee Südwestdeutschlands.

© Günter Standl

Ich bin zurück in der Seezeitlodge, die seit 2017 über dem Bostalsee thront. Die Lage des Hotels inmitten der Natur auf einem kleinen bewaldeten Kap ist unglaublich. Für die Architektur ist das renommierte Berliner Architekturbüro GRAFT verantwortlich. Das Innen- sowie das Lichtdesign wurden von Birgit Nicolay von NICOLAY DESIGN aus Stuttgart und New York entwickelt.

© Günter Standl

Unglaublich ist aber auch die Kraft des Ortes, den die Gastgeber Kathrin und Christian Sersch für ihre Seezeitlodge gewählt haben. „Wir haben von Beginn an gespürt, dass der Standort ein Besonderer ist. Die Kraft dieses Ortes soll der Gast beim Betreten des Hotels spüren und erleben: Die Natur mit ihren Spannungspolen Wald und See, die Region mit ihrer keltischen Historie und unsere familiäre Tradition, spiegeln sich in verschiedenen Erlebniswelten und im Design des Hotels wider.“ 

© Günter Standl

Noch mehr Kraft spürt man übrigens im 2.700 Quadratmeter großen Seezeit Spa. Uraltes Wissen und Lebensrhythmen, Jahreszeiten und Heilkräuter fließen in die Saunarituale, Behandlungen und das mentale Rahmenprogramm ein. Und wer die keltische Kultur besser verstehen will, muss sich ebenso mit dem Geheimnis der Bäume und dem keltischen Baumkreis beschäftigen. Eiche, Esche, Weide und Birke sind nicht nur Bäume, die im Saarland zu Hause sind, sondern stehen für Stärke, Energie, Vitalität und Licht und sind in das Mentalprogramm in Form von Baum- und Waldmeditationen, beim Yoga auf einer Plattform im Wald, auf dem Sinnes-Barfußweg und Räucherritualen im Spa eingebunden.

© Günter Standl

Ich sitze in der Bibliothek des Hauses und male mir aus, wie viel Spaß und gleichzeitig Arbeit es gewesen sein muss, dieses Hotel auf drei Etagen zu gestalten. 98 Zimmer, zehn davon Suiten, fast alle mit Blick auf den See. Oder die Planung des Innen- und Außenpools im Infinity-Stil. Nicht zu vergessen die SPA Welt, die Bar Nox und das Restaurant Lumi. Und das Innendesign von Birgit Nicolay.

© Günter Standl

Kein Wunder, dass die Redaktion von Geo-Saison vergangenes Jahr die Seezeitlodge zu den schönsten Hotels in Europa zählte. Dem kann ich mich nur anschließen. Mittlerweile regnet es. Nicht so schlimm in einer Panoramasauna mit Seeblick, denke ich. Einfach mal Natur Natur sein lassen.

© Günter Standl

ANREISE

Luxair fliegt täglich von Berlin und Hamburg aus den Flughafen Saarbrücken an. Von Saarbrücken fahren Gäste zum Bahnhof Türkismühle, von dort geht es mit dem Gästeshuttle weiter ins Hotel. Von Frankfurt sind es mit dem Regionalzug gut zwei Stunden bis zum nächstgelegenen Bahnhof Türkismühle. Von München braucht der Zug knapp sechs Stunden nach Türkismühle.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Design Hotels entstanden. Der vorliegende Beitrag spiegelt die persönliche Meinung des Autors wider. 

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