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Anzeige Fashion 8. Januar 2026

Lingerie-Trends 2026: Was ist jetzt angesagt?

Wer hätte das gedacht? Dessous verlassen 2026 endgültig ihr Schattendasein. Was früher diskret unter der Kleidung verschwand, wird jetzt selbstbewusst gezeigt: unter durchsichtigen Blusen, als eigenständiges Statement oder einfach, weil es schön ist. Die neuen Kollektionen vereinen etwas, das lange als Widerspruch galt: Mut und Bequemlichkeit, Ästhetik und Nachhaltigkeit, Tradition und Innovation.

Marken wie der Lingerieshop Chantelle machen vor, wie französische Handwerkskunst mit zeitgemäßem Design verschmelzen kann. Doch was genau passiert gerade in der Welt der Unterwäsche? Und wie lassen sich diese Entwicklungen wirklich im Alltag umsetzen?

Farben, die auffallen wollen 

Beige war gestern. Zumindest als alleinige Option. Die Farbpalette für 2026 zeigt sich erstaunlich mutig. Smaragdgrün, Rubinrot, Saphirblau: Edelsteintöne dominieren viele Kollektionen. Dazu gesellen sich überraschende Töne wie leuchtendes Tangerine, frisches Chartreuse oder knalliges Pink. Manche Designer wagen sich sogar an Neonfarben, was klassischen BH-Formen einen völlig neuen Charakter verleiht.

Spannend wird es bei den Kombinationen. Neutrale Braun- und Beigetöne werden nicht mehr einfach nur neutral getragen, sondern mit intensiven Farbakzenten gemixt. Pudrige Rosatöne treffen auf kräftige, fast schon aggressive Rottöne. Violett und Periwinkle sorgen für romantische Momente, während Türkis und Kobalt frische Akzente setzen. Selbst Buttergelb und Kiwi-Grün tauchen in den Showrooms auf, wenn auch dosiert.

Die Botschaft dahinter ist klar: Dessous dürfen gesehen werden. Matching-Sets sind genauso willkommen wie bewusst unpassende Kombinationen. Hauptsache, sie passen zur eigenen Stimmung.

Komfort ist das neue Sexy 

Bügellose BHs haben ihren Nischenplatz längst verlassen. Sie sind 2026 fest im Mainstream angekommen. Wer einmal einen weichen Bralette getragen hat, will oft nicht mehr zurück zu starren Bügeln. Das bestätigen nicht nur Verkaufszahlen, sondern auch die unzähligen Erfahrungsberichte von Frauen, die bügellose Modelle als echte Befreiung empfinden.

Die neuen Designs überzeugen durch butterweiche Materialien wie feinste Merinowolle oder hochwertige Seide. Nahtlose Unterwäsche schmiegt sich an die Haut, ohne zu drücken oder zu reiben. 3D-gestrickte Teile setzen auf intelligente Verarbeitung, die Halt gibt, ohne störende Nähte zu brauchen. Das Ergebnis: Lingerie, die man fast vergisst zu tragen.

Trotzdem, und das ist das Überraschende, feiern auch Push-up-BHs ein Comeback. Nicht als Gegensatz zum Komfort-Trend, sondern als zusätzliche Option. Frauen wollen heute selbst entscheiden, ob sie sich für einen natürlichen Look oder für eine betonte Silhouette entscheiden. Manchmal innerhalb derselben Woche. Diese Vielfalt macht den Unterschied.

Mesh und Transparenz neu gedacht 

Durchsichtige Stoffe bleiben ein großes Thema. Doch statt einfach nur transparente Spitze oder zarte Chiffons zu zeigen, experimentieren Designer jetzt mit Schichtungen. Transparentes Mesh wird mit blickdichten Einsätzen kombiniert, kontrastierende Nähte betonen die Struktur eines Stücks. Das wirkt manchmal fast architektonisch.

Komplett durchsichtige Bralettes mit grafischen Kanten, hochgeschnittene Slips aus mehreren Lagen Organza oder Negligés mit Mesh und Spitzenbesatz: die Grenzen zwischen Unter- und Oberbekleidung verschwimmen weiter. Manche dieser Teile sind eindeutig als Unterwäsche zu erkennen, andere könnten genauso gut als eigenständige Kleidungsstücke durchgehen.

Besonders reizvoll: die Kombination verschiedener transparenter Materialien. Mesh mit Pfirsichstickerei, mehrlagige Organza-Elemente in unterschiedlichen Farben oder die Mischung aus glänzenden und matten transparenten Stoffen sorgen für optische Tiefe.

Romantik mit Kante 

Spitze, Schleifen, Rüschen: all das klingt zunächst nach Omas Nachttischschublade. Doch 2026 werden diese Details radikal neu interpretiert. Statt verspielt und niedlich wirken die neuen Designs klar und selbstbewusst. Geometrische Spitzenmuster ersetzen verspielte Blümchen, übergroße Schleifen werden zum bewussten Eyecatcher, florale Stickereien wirken eher grafisch als kitschig.

Ein Guipure-Spitzen-BH mit starkem, klarem Ausschnitt hat wenig gemein mit nostalgischen Dessous-Vorstellungen. Hochgeschnittene Slips mit großflächigen gestickten Blumen in leuchtenden Farben erzählen eine andere Geschichte als die traditionelle Weißwäsche. Selbst schlichte Hemden bekommen durch mehrlagige Stickereien in kräftigem Rosa einen zeitgemäßen, femininen Touch.

Handwerk trifft Bewusstsein 

Eine der erfreulichsten Entwicklungen: die Rückbesinnung auf Qualität und Langlebigkeit. Designer greifen vermehrt auf alte Techniken zurück. Französische Spitzen werden wieder geschätzt, Häkelborten von Hand gefertigt, Verzierungen mit Nadel und Faden angebracht. Diese Heritage-Ästhetik passt perfekt zu einem wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit.

Frauen wollen heute wissen, woher ihre Unterwäsche kommt. Sie investieren lieber in wenige, dafür hochwertige Stücke, die Jahre halten, statt in Massenware. Fein gearbeitete Spitzen-Chemises, Textilien aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen, klassische Strapshalter im Vintage-Stil: all das trifft den Zeitgeist.

Recycelte Stoffe, organische Baumwolle und innovative Recycling-Technologien ermöglichen luxuriöse Haptik bei minimalem ökologischem Fußabdruck. Das bedeutet keinen Verzicht, sondern bewussten Konsum.

Materialmix als Gestaltungsprinzip 

Die Kombination verschiedener Texturen entwickelt sich zum echten Signature-Element. Designer schichten unterschiedliche Spitzenarten übereinander oder wagen Paarungen, die man nicht erwarten würde: Kunstleder trifft auf zarte Chantilly-Spitze, glänzender Satin auf matte Verzierungen. Durchsichtiges Mesh in verschiedenen Farben wird überlagert und erzeugt so mehrdimensionale Effekte.

Diese Herangehensweise macht aus Unterwäsche kleine Kunstwerke. Ein Set, das Satin mit Spitze verbindet, ein korsetteninspirierter BH mit transparentem Mesh und blickdichten Stickerei-Panels oder ein Nachthemd mit matten und glänzenden Elementen: selbst einfache Schnitte gewinnen durch solche Kombinationen an Raffinesse.

Unterwäsche wird sichtbar 

Der wohl auffälligste Trend: Dessous werden nicht mehr versteckt. Auf den Laufstegen von Chloé, Versace und Stella McCartney wurde das bereits deutlich. Feine Spitzen-BHs blitzen unter Blazern hervor, kunstvolle Bralettes werden als Crop-Tops getragen, korsetteninspirierte Bodysuits bilden das Fundament ganzer Outfits.

Zarte Negligés mit Plissee-Falten, durchsichtige Röcke über Slips, Slip-Dresses mit Spitzenbesatz: all das lässt die Grenze zwischen Unter- und Oberbekleidung verschwinden. Besonders beliebt sind Babydoll-Silhouetten mit Chiffon und Rüschen, die mit Denim oder Loafers kombiniert werden. Die Mischung aus weich und strukturiert, süß und stark funktioniert erstaunlich gut.

Auch der freche Look der frühen 2000er-Jahre kehrt zurück: Sichtbare String-Träger über hochsitzenden Hosen. Allerdings wirken die modernen Interpretationen deutlich raffinierter und lassen sich elegant in aktuelle Looks integrieren.

Funktionalität mit Stil 

Ein wichtiger Aspekt wird oft übersehen: die zunehmende Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse. Dessous für Frauen nach Operationen, mit sensorischen Empfindlichkeiten oder körperlichen Einschränkungen werden schöner und weniger auffällig. Post-OP-BHs mit praktischen Verschlüssen, nahtlose Unterwäsche ohne kratzende Etiketten, Bralettes mit Frontverschlüssen: all das zeigt, dass funktionale Anforderungen und stilvolles Design sich nicht ausschließen müssen.

Diese durchdachten Details machen hochwertige Lingerie einem breiteren Publikum zugänglich. Und sie zeigen, dass Komfort und Eleganz für alle erreichbar sein sollten, nicht nur für einen kleinen Kreis.

Technik trifft Textil 

Neben Ästhetik spielen auch technische Innovationen eine Rolle. Thermoregulierende Stoffe, die Körpertemperatur ausgleichen, magnetische Verschlüsse, die das An- und Ausziehen erleichtern, oder KI-inspirierte Designs, die auf Bewegungsanalysen basieren: die Dessous-Branche wird technischer. Diese Entwicklungen verbinden Schönheit mit praktischem Nutzen auf eine Weise, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

Was bleibt?

Die Lingerie-Trends 2026 feiern Individualität. Sie zeigen, dass Unterwäsche mehr sein kann als ein funktionales Kleidungsstück. Sie kann Statement sein, Kunstwerk, Ausdruck persönlicher Werte oder einfach etwas, das sich gut anfühlt. Ob kräftige Juwelentöne, bügellose Bequemlichkeit, transparente Mesh-Designs oder nachhaltige Materialien: für jeden Geschmack findet sich etwas.

Das Schönste daran: Man muss sich nicht für eine Richtung entscheiden. Man kann an einem Tag zarte Spitze tragen und am nächsten ein neongrünes Mesh-Set. Man kann Komfort suchen und trotzdem Stil haben. Man kann Tradition schätzen und gleichzeitig Innovation umarmen.

Genau darin liegt die Freiheit, die diese Trends bieten. Und vielleicht ist das der wichtigste Trend von allen.

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