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Afrika Mauritius Travel 16. Juni 2016

Mauritius: ein Paradies?

Immergrün, blütenweiße Strände, einsame Lagunen, glasklares Wasser und hochklassige 5* Sterne Hotels. Exklusiv und fern von Massentourismus. Einfach paradiesisch. So beginnen unzählige Reiseführer über Mauritius. Manche sprechen hingegen lieber vom Paradies, wenn es um das funkelnde Juwel inmitten des türkisfarbenen Wassers des Indischen Ozeans geht. Und die Wahrheit ist: es stimmt. Doch Mauritius ist natürlich vielmehr als das. Blöderweise ist Mauritius kein Ziel für einen günstigen Kurzurlaub, da es keine Charter-, sondern nur Linienflüge auf die Insel gibt. Beispielsweise direkt von London nach Mauritius in 12 Stunden mit Air Mauritius. Zwar findet man auf der Insel immer häufiger auch kleine Pensionen und preisgünstige Appartements, in denen man sich selbst versorgen kann, aber seit 1970 wird vor allem der Tourismus der Luxusklasse gefördert.

Mauritius 2016 © Michael André Ankermüller
Mauritius 2016 © Michael André Ankermüller

Doch man sollte sich sowieso mehr auf der Insel bewegen als nur im Hotel. Denn gerade die kleinen Wellblech-Fischerdörfchen versprühen ein echtes mauritisches Lebensgefühl, das geprägt ist von Lebensfreude. Aber auch von Armut. Zwar gehört Mauritius dank des Zuckerexports, dem Textilexport und dem Tourismus zu den wohlhabendsten Ländern Afrikas, doch ist die Insel eben mehr als nur Luxus, Infinity Pools und Sega-Musik (ein Tanzmusik Stil, der auf den Inseln Mauritius, Réunion sowie den Seychellen verbreitet ist).

Mauritius ist vor allem auch ein Land, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft harmonisch zusammenleben. Zum Beispiel Menschen mit indischen, chinesischen, afrikanischen und europäischen Wurzeln. Entsprechend groß ist auch die Sprachenvielfalt: Französisch, daneben Englisch, Hindi, Bhojpouri – und seit 2011 auch Kreol Morisien. So heißt die auf dem Französischen basierende Kreolsprache, die von den Kreolen, der zweitgrößten Bevölkerungsgruppe des Inselstaates, gesprochen wird. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, wird das besonders deutlich: So findet man an der einen Straßenecke einen bunten Tamilentempel, vor dem in Hindi ausgezeichnete Lebensmittel verkauft werden. An der nächsten Straßenecke steht eine Moschee und wenige Meter wird in einer Kirche eine Hochzeit in Weiß gefeiert.

Mauritius 2016 © Michael André Ankermüller
Mauritius 2016 © Michael André Ankermüller

Und es funktioniert problemlos, wie mich mein Fahrer wissen lässt, der selbst Hindu ist, aber betont, dass sein Freundeskreis aus Christen, Muslimen und Hindus besteht. Das friedliche Zusammenleben ist auf Mauritius eine Selbstverständlichkeit, lässt er mich wissen. Und natürlich gibt es auch bei uns Kriminalität. Aber wo gibt es das nicht, frägt er mich in einer Mischung aus Französisch, Deutsch und Englisch.

Doch neben der kulturellen Vielfalt ist Mauritius auch klimatisch ein Traum: Das ganze Jahr über herrschen hochsommerliche Temperaturen, die man an traumhaften, teilweise menschenleeren weißen Stränden verbringen kann. Bevor ich nach Mauritius geflogen bin, dachte ich, es sei alles nur eine gut gemachte PR. Aber auch das stimmt. Die Strände sind wirklich so weiß wie auf all den Bildern, die man von Mauritius schon mal gesehen hat. Und das Wasser noch blauer, als man es aus dem Werbefernsehen kennt.

Mauritius 2016 © Michael André Ankermüller
Mauritius 2016 © Michael André Ankermüller

Ich liege am Puderzuckerstrand, die Füße fest im Sand vergraben und schaue auf den indischen Ozean. Hinter mir rauschen unzählige Palmenwedel im Wind. Auch wenn Mark Twains berühmtes Zitat über Mauritius wohl aus dem Kontext gerissen wurde, gebe ich ihm recht: „Zuerst wurde Mau­ri­tius geschaf­fen, dann das Para­dies. Aber das Para­dies war nur eine Kopie von Mauritius“. Und ein kleiner Tipp zum Schluss: Wer gerne mit dem Auto unterwegs ist, aber nicht selbst fahren möchte, sollte sich unbedingt den Service der Firma Concorde anschauen.

Teil 2 meiner Mauritius Reise geht vor allem um Musik: besser gesagt um Sega. Mehr in Kürze.

Dieser Beitrag ist im Rahmen der #MyMauritius Kampagne in Kooperation mit Mauritius Tourismus, AHRIMAir Mauritius, Create und iambassador entstanden. Der vorliegende Beitrag spiegelt die persönliche Meinung des Autors wieder. 

 

8 Comments

  1. Alex Alex

    Hallo Michael Andre…..wir haben vor Ende Juli für zwei Wochen nach Mauritius zu reisen ….ich hätte paar Fragen…..sollten wir den Norden oder den Sueden waehlen ..wie ist das Wetter in der Zeit ……kann man ….und wo am besten baden? Vielen Dank… Alex aus Kroatien

    • Hi!

      Auf jeden Fall sowohl den Norden als auch den Süden erkunden. Das lässt sich mit einem Mietwagen ganz leicht bewerkstelligen. Wegen Ende Juli: Das passt perfekt. Der August ist vermutlich sogar der beste Monat, um nach Mauritius zu reisen. Baden kann man auf Mauritius sowieso das ganze Jahr. Habt eine tolle Reise. Grüße, Michael

  2. Wow super tolle Fotos, da bekommt man richtig Lust aufs Reisen. Ich fliege jetzt über Silvester 2 Wochen nach Mauritius und hoffe einiges deiner tollen Bilder wiederzusehen 😉

    • Großartig! Hab eine wunderbare Zeit dort. Falls Du noch ein paar Tipps brauchst, schreib mir gerne. Die Insel ist wahnsinnig vielseitig. Ich liebe es sehr dort. Liebe Grüße, Michael

  3. Echt ein schöner Artikel und tolle Fotos! Da möchte ich auch gerne mal hin 🙂

    LG Katharina

  4. Wow, such gorgeous pictures Michael! Feels surreal to think that a place like this exists on earth 🙂

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