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Anzeige Fotografie 13. Juli 2023

Urbane Fotografie in Berlin: Spannende Architektur in der Hauptstadt

Reichstag, Brandenburger Tor, die Schwangere Auster, das neue Humboldt Forum: Berlin hat viele spannende Gebäude. Doch neben den allseits bekannten Wahrzeichen gibt es einige architektonische Highlights, die sich perfekt ablichten lassen.

Für Hobby-Fotografen, Stadtbesucher und all jene, die sich für Städtearchitektur und Fotografie interessieren haben wir diesen Guide in Zusammenarbeit mit Kamera Express entwickelt mit Tipps zur Architektur-Fotografie und Gebäude-Highlights der Hauptstadt.

Kamera Express ist der Ausstatter rund um Kameras und Equipment. Außerdem kann man sich über Kamera Express eine breite Palette an hochwertigen Videokameras, Systemkameras, Objektiven und Zubehör ausleihen und auch gebrauchte Kameras finden.

© Pixabay

Was ist urbane Fotografie und Architektur-Fotografie?

Die Architekturfotografie ist die älteste Art der Fotografie. Der Fokus liegt auf allen Arten von Gebäuden, die Innen- und Aussenräume aber auch Brücken und Stadtlandschaften. Detailtreue und ein geschultes Auge sind hier gefragt. Bei der urbanen Fotografie oder auch Street Photography werden spontane Straßenszenen festgehalten. Anders als bei der Architektur-Fotografie werden hier urbane Szenen des Stadtalltags blitzschnell eingefangen, dabei nimmt man das Umfeld ganz neu wahr.

5 Tipps zur Architektur-Fotografie

  1. Licht, Wetter & UhrzeitArchitektur lässt sich zu jeder Jahreszeit fotografieren. Bei Tageslicht mit Sonnenschein kannst du den Schatten nutzen um klare und grafische Fotos zu erstellen. Frontales Licht auf deinem Motiv solltest du vermeiden. Bei Regen wirken deine Fotos dramatischer. Aufpassen solltest du vor allem, dass deine Kamera nicht nass wird und dir gegebenenfalls einen Regenschutz kaufen. Frühmorgens, bevor die Sonne aufgeht und abends, wenn die Sonne untergegangen ist spricht man von der Blue Hour, die Stunde, in der sich der Himmel bläulich färbt und du moderne Architektur wunderbar inszenieren kannst. Die Golden Hour ist die Zeit kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang. Das Licht zur goldenen Stunde ist warm und sanft. Mittags wirkt das Licht hart, wodurch Kanten und Schatten sehr deutlich zum Vorschein kommen. Die ideale Uhrzeit ist am Morgen, denn da sind die wenigsten Menschen unterwegs und man hat freie Sicht auf die Gebäude zum Fotografieren.

  2. PerspektiveDer Blick der Kamera auf das Motiv ist entscheidend für die Perspektive. Überlege also, von welchem Standpunkt aus du das beste Bild des Gebäudes machen kannst. Außerdem ist die Höhe, aus welcher du das Motiv einfängst bedeutend. Inspiziere also vorab das Gebäude von allen Seiten und entscheide dann, wo und aus welchem Blickwinkel du das Foto schießt.
  3. Goldener SchnittDer Goldene Schnitt ist eine Gestaltungsregel, die das Verhältnis der Abschnitte zueinander bestimmt. Vom Menschen wird der Goldene Schnitt als harmonisch empfunden, deshalb solltest du folgende Regel beachten: Teile das Bild in 1/3 zu 2/3 auf. Das Hauptmotiv sollte genau auf der Schnittachse liegen. Im Kameramenü kannst du das Muster auf deinem Monitor einblenden lassen.
  4. SymmetrieFür die Symmetrie eines Bilder ist ebenfalls die Einteilung in 1/3 zu 2/3 in den Kameraeinstellungen sinnvoll, damit dein Motiv mittig ausgerichtet ist. Grafische Bilder lassen sich mit der Symmetrie erzeugen, zum Beispiel Motive von Tunnel, Treppen und schwarz-weiß Bildern.
  5. Stürzende LinienSehr wichtig bei der Architektur-Fotografie ist es, stürzende Linien zu vermeiden. Ist das Motiv nicht parallel zur Kamera ausgerichtet, wirkt es, als würde das Gebäude nach hinten umkippen. Um dies zu vermeiden, solltest du viel Boden mit auf das Foto nehmen, was du im Nachhinein wegschneiden kannst. Stehe idealerweise weiter weg vom Gebäude, damit du die stürzenden Linien so ausgleichen kannst.

Architektur-Highlights in Berlin

In den 1920er Jahren prägten Bauhaus-Architekten Berlin maßgeblich. Nach der Teilung entwickelte sich die architektonische Landschaft der Hauptstadt zukunftsorientiert. Und das zeigen diese fünf Gebäude:

Futurium

Zwischen Reichstag und Hauptbahnhof, direkt am Ufer der Spree liegt das Futurium, das Haus der Zukünfte. Das Gebäude besteht aus Gussglas, was zu jeder Uhrzeit ein anderes Licht wirft und somit ein perfektes Fotomotiv bei Tag und Nacht ist. Im Inneren ermöglichen hohe Fensterfronten einen Panoramablick auf die Umgebung. Das Futurium symbolisiert die Zukunft.

© Paul Menz / Unsplash

James-Simon-Galerie

Es dauerte 20 Jahre (1999 reichte Architekt David Chipperfield seinen Bau-Entwurf ein) bis 2019 endlich die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel eröffnete. Der Bau, der nach dem Kunstmäzenen James Henry Simon benannt ist, verbindet unterirdisch das Neue Museum, das Alte Museum und das Pergamonmuseum miteinander. Eine Verbindung zum Bode Museum ist noch geplant. Chipperfield hat mit diesem Projekt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen: Stülers Kolonnaden um die Alte Nationalgalerie und Neues Museum wurden fortgesetzt und mit weiten Treppen, die an Schinkels Altes Museum erinnern ergänzt. Ein Architektur-Highlight, das wunderbar fotografiert werden kann. Fotogen ist auch der voll aus Walnussholz verkleidete Museumsshop im Inneren des Gebäudes.

© Christina Watkins / Pexels

Liquidrom Kreuzberg

Das Liquidrom ist vielen Berlin-Besucher erstmal unbekannt. Das Wellness- und Spa-Paradies in Kreuzberg zählt aber zu den außergewöhnlichsten Locations der Stadt. Licht und Klang spielen die zentrale Rolle im Inneren des Gebäudes. Lichtinstallationen, Unterwasserlautsprecher und Klangsäulen sorgen für ein Konzerterlebnis in minimalistischer Atmosphäre. Die Kuppelhalle mit Blick auf die abgerundete Decke ist dabei ein Highlight.

Jüdisches Museum

„Between the Lines“ wird der zick-zack-förmige Titanzink-Komplex von Architekt Daniel Libeskind genannt. Der Bau beherbergt das Jüdische Museum und ist die Erweiterung des ehemaligen Kollegienhaus, das letzte erhaltene Barockpalais in der Friedrichstadt. Den Grundriss entwickelte Libeskind aus zwei Linien: der sichtbaren Zick-Zack-Linie und der unsichtbaren geraden Linie. Inspiration fand Libeskind aus der jüdischen Tradition und der deutschen Kultur. Betrachtet man den Bau genau, symbolisiert er einen Blitz oder erinnert an einen zerbrochenen Davidstern.

© Inga Mucke / Unsplash

Bauhaus Archiv Gropius

Das Bauhaus-Archiv ist das Museum für Gestaltung und besitzt die weltweit größte Sammlung zur Geschichte des Bauhauses. Das Gebäude selbst wurde vom Bauhaus-Gründer Walter Gropius entworfen und von seinem ehemaligen Mitarbeiter Alex Cvijanovic zusammen mit dem Berliner Architekten Hans Bandel umgeplant. Die sogenannten Shed-Dächer prägen den Bau und zählen zu den Wahrzeichens Berlins.

© Wen Chen / Unsplash

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Kamera Express entstanden.

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