Kevin Amato und die Definition „wahrer“ Schönheit

Kevin Amato, Mushroom Kids. © Kevin Amato

Dünn, lilienweiß, groß gewachsen und natürlich trainiert. So sieht meistens ein Model aus. Die Modezeitschriften sind voll von solchen vermeintlichen Traummännern und Traumfrauen. Hinzu kommt ein perfektes weißes Lächeln und eine Prise Photoshop. Wie langweilig!

Mehr und mehr wird dieser Prototyp durch „echte“ Männer und Frauen ersetzt: Männer und Frauen mit Ecken und Kanten. Besonders aus der Reihe tanzt zum Beispiel das New Yorker Label Hood by Air, das Models auf den Laufsteg schickt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mal groß, mal klein, mal schwarz, mal weiß, mal dick, mal dünn. Kreativdirektor Shayne Oliver wirft in seinen Shows die starre Definition von Schönheit über Board und möchte darauf aufmerksam machen, dass Schönheit breiter definiert werden muss, als es klassische Modezeitschriften propagieren.

Kevin Amato, FDR Overpass. © Kevin Amato

Verantwortlich für das Casting der Gesichter ist der Fotograf und Mode-Insider Kevin Amato, der mit seinen Fotografien versucht, „wahre“ Schönheit von heute zu definieren. In seinem Buch „The Importants“ feiert er die Gesichter der Bronx (inspiriert von Fotografen wie Nan Goldin, Larry Clark und Ryan McGinley), die die Protagonisten seines fotografischen Œuvre sind.

„Bringing street to art (and inversely, art to street) is his forté, and in a sparkling, gilded journal containing his most prized and expressive photos, his spirit and talent are both showcased and immortalized in print for the first time“, so die Macher der Milk Studios. Wer sich mit Mode, der Frage nach Sexualität und Geschlechterrollen sowie Streetwear beschäftigt, sollte dieses Buch kaufen. Amatos Fotografien erlauben einen völlig neuen Blick auf Schönheit.

Kevin Amato, Destiny. © Kevin Amato

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