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Anzeige Lifestyle 31. Juli 2017

Ausdruck von Stil und Geschmack oder Gin und Tonic

Es ist noch früh an diesem Montag Abend in Berlin Mitte. Eigentlich zu früh, um Alkohol zu trinken, könnte man meinen. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Sipsmith Master Distiller Jared Brown steht mit seinen langen grauen Haaren und rauschigem Vollbart in der Mitte des Raumes des Spiegelsaals im Clärchens Ballhaus. In seiner rechten Hand hält er ein Glas Martini, das er langsam zu seinem Mund führt, ehe er zu sprechen beginnt.

Angefangen hat alles, als sich die beiden Freunde Sam und Faifax in den USA trafen und dort den Craft Beer Boom erlebten. So kamen die Beiden auf die Idee, den Craft-Gedanken in einer Micro-Destillery umzusetzen. Dass es sich dabei nur um Gin drehen könne, war von Anfang an klar. In London machten sich Sam und Faifax dann auf die Suche nach einem Master Distiller und lernten mich kennen, so Brown.

Brown fährt immer wieder mit seiner linken Hand durch seine Haare und nimmt erneut einen Schluck von seinem Martini. Er schmunzelt und erzählt weiter, dass die erste Destillerie von Sipsmith nur wenige Quadratmeter groß war und vormals das Büro des Spiritsexperten und Autors Michael Jackson. Bevor man die 300-Liter Brennkessel in Betrieb nehmen konnte, musste zuerst eine offizielle Lizenz her. Schließlich wurde Sipsmith im Jahr 2009 zur ersten lizensierten Micro-Destillery Londons. Mittlerweile gibt es neben zwei 300-Liter Brennkesseln einen weiteren mit 1200 Litern und einen mit 50 Litern, der für geschmackliche Experimente verwendet wird, schmunzelt Brown.

Das Beste ist aber, wie wir bei Sipsmith anfingen, so Brown. Unseren Gin haben wir mit dem Moped ausgeliefert und das einzige Marketingbudget wurde in einen Aufkleber für ebendieses Moped gesteckt: „If the liquid is good enough, you don’t have to spend money for advertising“, betont Brown überzeugt und trinkt den letzten Schluck seines Martinis, während ich den ersten Schluck meines Gin Tonics nehme und mich in diesem Moment wahnsinnig gut an unendlich vergangene Wochenenden erinnere, an denen eben nur jenes Getränk für mich in Frage kam.

Im Vergleich zu anderen Longdrinks war er so schön herb und eben etwas stärker als Bier. Und bis heute ein Statement. Zumindest, wenn man wusste, welchen Gin und welches Tonic Water man bestellen musste. Schließlich gibt es da London Gin, Dry Gin, Old Tom Gin, Sloe Gin und Genever. Ja, wer es beherrscht, den richtigen Gin mit dem richtigen Tonic zu kombinieren, beweist Geschmack und Stil. Der Gin von Sipsmith ist auf jeden Fall eine ausgesprochen gute Basis, denke ich und stoße mit Brown an.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Sipsmith entstanden.

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